Stuttgart 21

Jeder hat in den letzten Wochen und Monaten in den Medien den Begriff Stuttgart 21 gehört. Es handelt sich hierbei um ein Städtebauprojekt. Durch dieses Projekt soll der Eisenbahnknoten in Stuttgart neu geordnet werden. In erster Linie geht es bei Stuttgart 21, oder auch S21, um den Umbau des Stuttgarter Hauptbahnhofs.

 

Stuttgart 21Der ursprüngliche Bahnhof ist ein Kopfbahnhof, der zu einem modernen durchgangsbahnhof umgebaut werden soll. Bauherr und Vorhabenträger dieses Projektes ist die Deutsche Bahn. Das Land Baden-Württemberg, der Verband Region Stuttgart, die Bundesrepublik Deustchland und die Flughafen Stuttgart GmbH beteiligen sich jeweils an der Finanzierung des Projektes.

 

Planung

Die ersten Planungen zu dem Umbau gab es schon im Jahr 1988 und sie wurden im Jahr 1994 der Öffentlichkeit vorgestellt. In dem am Hauptbahnhof befindlichen Bahnhofsturm wurde am 16. Juni 1998 das Informationszentrum Turmforum eröffnet. Dabei handelte es sich um eine Informationsplattform für das Projekt Stuttgart 21 und der Neubaustrecke nach Ulm.

 

Die multimediale Ausstellung erstreckt sich über vier Etagen des Turmes und wirbt für das Projekt und die sich daraus ergebenen städtebaulichen Entwicklungsmöglichkeiten. Der Eintritt für das Turmforum war kostenlos und die jährlichen Kosten von knapp einer Million Euro haben sich Bahn und Stadt im Verhältnis zwei zu eins geteilt.

 

Kosten

Mit den Bauarbeiten wurde am 02.02.2010 begonnen und sollen wohl voraussichtlich bis 2019 andauern. Die Deutsche Bahn gibt die Kosten für dieses Projekt mit 4,1 Milliarden Euro an, es wird aber von anderer Seite, darunter der Bundesrechnungshof, mit wesentlich höheren Kosten gerechnet.

 

Proteste

Schon seit Jahren ist das Projekt Stuttgart 21 bei der Bevölkerung umstritten und es wird dagegen protestiert. Es gab ein Bürgerbegehren im Jahr 2007, welches jedoch abgelehnt wurde. Es gab in den letzten Jahren seitens der Bevölkerung viele Proteste gegen das Vorhaben Stuttgart 21. Seit November 2009 gibt es die sogenannten Montagsdemonstrationen, die wöchentlich abgehalten werden.

Mehrere Tausend Teilnehmer versammeln sich an diesen Montagen, um ihren Unmut kund zu tun. Die Organisatoren dieser Proteste sind die Bürgerinitiative Leben in Stuttgart, Bund für Umwelt und Naturschutz und der Kreisverband von Bündnis90/Die Grünen. Es wurde im Laufe der Zeit ein Alternativprojekt namens Kopfbahnhof 21 ausgearbeitet. Zeitgleich wurden Unterschriften für ein Bürgerbegehren gesammelt.

In der Zeit vom 22.Oktober bis zum 27. November 2010 gab es acht Schlichtungsgespräche, die von dem ehemaligen Bundesminister Heiner Geißler moderiert worden sind, da er als Schlichter und Vermittler eingesetzt worden ist. Diese Gespräche fanden zwischen Projektbefürwortern und Gegnern statt. Diese Gespräche konnten live übers Fernsehen und dem Internet verfolgt werden. Im Laufe der acht Sitzungstagen ist über 60 Stunden diskutiert worden. Heiner Geißler sprach sich am 30. November 2010 in seinem Schlichterspruch im Grunde für das Projekt Stuttgart 21 aus, hatte aber ein paar Veränderungen vorgeschlagen.

Heute wird das Projekt nach einem verbindlichen Bürgerentscheid unter kritischer Beobachtung durchgeführt. Die mittlerweile regierende Koalition aus SPD und Grünen ist sich nachwievor uneins über das Projekt. Während die SPD das Projekt befürwortet, sind die Grünen Gegner des Umbaus, fügen sich jedoch dem Bürgerentscheid aus dem Jahr 2011.

 

Halloween in Stuttgart 2014

Der gruseligste Tag des Jahres steht vor der Tür. Unzählige Monster und Untote erwachen zum Leben und ziehen durch die Straßen Stuttgarts auf der Suche nach „Süßes oder Saures“. Halloween ist bereits seit vielen Jahren ein beliebter Trend in Deutschland und wird nicht nur bei Kindern gerne zelebriert. Auch 2014 warten wieder zahlreiche Halloween-Partys mit vielen schaurigen Extras in der baden-württembergischen Landeshauptstadt auf ihre Gäste. 

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